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An den Ufern der Flüsse Elbe und Bílina, die das Naturschutzgebiet im böhmischen Mittelgebirge und Elbsandsteingebirge durchfließen, existierten bereits in der Jungsteinzeit Fischer- und Landwirtschaftsansiedlungen. 1283 wurde die Stadt Ústí nad Labem (Aussig a.d. Elbe) gemeinsam mit der Burg über dem Zusammenfluß der Elbe und Bílina und mit weiteren Städten, wie z.B. Most, Dìèín u.a. durch Otto von Brandenburg als Bestandteil des Lösegelds für die Freilassung des zwöl,fjährigen Wenzel II. verpfändet. Die Königsburg verödete nach dem Erbauen der mittelalterlichen Burg und nach dem großen Brand im Jahr 1325 (wo auch die Grün dungsurkunde der Stadt Ústí nad Labem verbrannte) erbaute man die Königsburg nicht mehr. Die Barockkirche St. Adalbert mit dem Dominikanerkloster wurde von 1715 bis 1730 von Oktavius Broggi in der Straße Hradištì an der Stelle der ältesten Kirche erbaut. Nach dem Kreuzzugmassaker am 16. 6. 1426 wurde Ústí nad Labem durch das Hussitenheer von Prokop Holý zerstört. Nach dem Brand am 8. 5. 1538, wo alles bis auf 6 Häuser niederbrannte, nach der Pest in den Jahren 1541, 1680 und 1713, der starken Zerstörung während des Dreißigjährigen Kriegs und des siebenjährigen Preußenkriegs und später durch die Napoleonkriege, kam es zum Aufschwung des Handwerks, der Elbschiffahrt und zum Ansteigen der Kohleförderung. Es wurde die Bierbrauerei "Zlatopramen" gegründet, 1840 reißt man die im Renaissance-Stil erbauten Stadtmauern nieder, nimmt die Dampfschiffahrt auf der Elbe auf und erbaut weitere Industrieobjekte - 1847 die Spiritus- und Likörfabrik, Eisenbahnstrecke Prag - Podmokly Dresden, Glasfabrik, Gesellschaft für Chemie- und Hüttenproduktion, Grubenwerke - SETUZA, Flußhafen, Armaturenwerke, Chemopharma, Strojobal, Tschech. Schiffswerften, Vlnola, Solvay- Sodawasserwerk - TONASO, Schleusen mit Stoney-Anlage und Hydrozentrale von 1923- 1935 u.a. Im ZOO (früher Park mit Vögelreservation - Dr. Lumpe) richtete man einen Lehrweg mit hölzernen Dinosauriern, MiniBurgen und einer Tierausstellung ein. Zu den Merkmalen der Stadt gehören der Marienfelsen, Aussichtsort Vìtruše mit der Hinrichtungsstätte aus dem 17 Jh. und weitere kuppelartige Gipfel des böhmischen Mittelgebirges. Pešík von Weimile erbaute 1318 auf dem Felsenvorsprung über der Elbe eine Burg zur Bewachung der Handelswege und des Elbtals. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde sie vom Schweden- und Sachsen- Heer besetzt und 1658 niedergebrannt und zerstört. Die Ruine diente preußischen Truppen noch 1757, während des siebenjährigen Kriegs, zu militärischen Zwecken. Erst der Romantismus im 19. Jh. erweckte erneutes Interesse an dieser Burg. Der Komponist Richard Wagner arbeitete hier an seiner Oper Tannhäuser, bildende Künstler wie L. A. Richter, E. G. Doerell, R. Mengs, A. Croll, aber auch der Dichter Karel Hynek Mácha u.a. Heute gehört die Burg wieder den Bürgern von Lobkovice. Unter der Burg, kann der Besucher im "malerischen Eckchen" die ursprüngliche Bebauung mit Fachwerkhäusern, den Rest des Schandpfahls und den Meilenstein mit Glockenturm betrachten. Das Thermalbad in Brné wird von einem 327 m tiefen artesischen Thermalwasserbrunnen xnit einer Temperatur von 310" C versorgt, im Restaurant Srdíèko hielt sich auch Karl May auf. Das älteste, der geschichtlichen Ereignisse, steht mit dem im romantischen Flußtal der Bílina gelegenen Dorf Stadice in Zusammenhang. Der tschechische Chronist Kosmas hinterlegte hier die Sage über die Gründung des böhmischen Herrscherhauses der Pøemysliden und die Berufung von Pøemysl Oráè vom Pfluge zum Fürstenthron. Im Jahr 1841 wurde hier auf dem Königsfeld das an die Sage erinnernde nationale Kulturdenkmal enthüllt. Über die strategische Lage des Bezirkes in den tiefen Grenzwäldern am Fuß des Erzgebirges, zeugt das zahlreiche Aufeinanderstoßen fremder Heere mit den Verteidigern unserer Heimat. Kosmas erwähnt hier den Heereszug des Meißener Markgrafen Ekkehard im Jahr 1040. Am Salzweg (Solná stezka), auf dem Salz nach Böhmen ebracht wurde, wurde am 18. 2. 1126 der deutsche Kaiser Lothar bei Chlumec vom Markgrafen Sobìslav I. besiegt, der angeblich zu Ehren dieses Siegs auf dem Berg Øíp eine romanische Kapelle erbauen ließ. In der Nähe von Chlumec besiegte 1813 die verbündete Tschechische Armee unter der Führung des Feldmarschalls Karl von Schwarzenberg die von D. R. Vandamm geführte französische Armee. Von den Denkmälern der größten napoleonischen Schlacht in Böhmen, die in Nakléøov, Žandov, Varvažov, Strádov und Chlu mec erbaut sind, sollte besonders auf das Russische Denkmal in Pøestanov mit den Löwen am Fuße des Obelisken mit der Siegesgöttin Niké hingewiesen werden. In Chabaøovice befindet sich das Rathaus im Renaissancestil vom Jahr 1606, die im Barockstil umgebaute Mariageburtskirche mit dem Altarbild von Petr Brandl (Sign. iJ. 1701) und später mit der gotischen Madonna (Sign. i J. 1525). In der Gemeinde wurde am 22. 5. 1994 der Grundstein für das Denkmal des Hussitenhauptmanns Prokop Holý gelegt. Interessant ist die St. Jakobskirche mit dem Barockpfarrhaus und der Drei-Königssäule, die Anna Františka Toskánská 1731 erbauen ließ, und die Kirche St. Wenzel in Valtíøov, mit der Barocksäule der "14 Helfer", die von dem durch den Stausee bei Nechranice überfluteten Gebiet, hierher transportiert wurde. All diese Kirchen gehören zur Gruppe der sog. Saalhausengotik. Weitere Sehenswürdigkeiten sind: die neugotische Gruft des Grafen Karl Chotek, der sich in Velké Bøezno ein neues Schloß mit englischem Park bauen ließ, die Musealseisenbahn aus Velké Bøezno nach Zubrnice, wo das Museum für Volksarchitektur ist, die romantischen Burgruinen Blansko und Varta, die Naturschutzdenkmäler: Tiská-Felsen, säulenartige Basaltzersetzungen - Vrkoè in Váxiov, Sluneèní stráò, Kozí vrch und viele weitere Hügelreliefs, herrliche Panoramen. Ausreichend Schnee auf den steilen Hängen des Erzgebirges, markierte Touristenwege und Fahradtrassen, Terrain zum Bergsteigen und Skilaufen ziehen Touristen und Besucher an, welche gern in dieses Gebiet zurückkehren.

 

Die Stadt Ústí nad Labem mit ihren Markmalen

Die Stadt Ústí nad Labem mit ihren Markmalen


Segelschiff auf der Elbe bei Dolní Zálezly

Segelschiff auf der Elbe bei Dolní Zálezly


Reptoduktion des Bildes 'Gefangennahme des Generals Vandamm bei Žandov im Jahr 1831'

Reptoduktion des Bildes 'Gefangennahme des Generals Vandamm bei Žandov im Jahr 1831'


Denkmal Pøemysl Oráè in Stadice

Denkmal Pøemysl Oráè in Stadice


Ústí nad Labem - Kirche Mariahimmelfahrt

Ústí nad Labem - Kirche Mariahimmelfahrt


Museum für Volksarchitektur in Zubrnice

Museum für Volksarchitektur in Zubrnice


Ruine der gotischen Burg Støekov - Perle des Elbbeckens

Ruine der gotischen Burg Støekov - Perle des Elbbeckens


Flugaufnahme des Elbtals

Flugaufnahme des Elbtals


Museum für Volksarchitektur in Zubrnice - Interieur des Hauses Nr.61

Museum für Volksarchitektur in Zubrnice - Interieur des Hauses Nr.61


Lehrweg-Dinosaurier in ZOO in Krásné Bøezno

Lehrweg-Dinosaurier in ZOO in Krásné Bøezno


Naturschutzgebiet Tiské stìny

Naturschutzgebiet Tiské stìny