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Die Stadt Roztoky mit 6 600 Einwohnern, über dem malerischen Elbmäander nordwestlich von Prag liegend, entstand im Jahr 1968 durch Zusammenschluß der Gemeinden Roztoky und Žalov. Zu dieser Zeit übernahm die Stadt auch das bestehende Stadtwappen. Roztoky ist eine jüngere Stadt und erhielt den Namen aufgrund des roztékati" (Zerfließens) der Moldau. Sie hat den Charakter einer Gartenstadt, während Žalov mit Levý Hradec das Aussehen eines üblichen böhmischen Dorfes hat. Historischer Kern in Roztoky ist das Schloß der ehemaligen Wasserfestung, heute Sitz des Mittelalter-Museums. Diese ursprünglich gotische Brug datiert die älteste Nachricht über Roztoky aus dem Jahr 1233, als Peter von Roztoky hier seinen Sitz hatte. Den größten Aufschwung erlebte Roztoky in der 2. Hälfte des 19. Jh. und zu Beginn des 20. Jh. In dieser Zeit wurde die Stadt zum Ausflugsziel der Prager und auch zum Ort, an dem die tschechische Bourgeoisie ihre Sommersitze baute. Einer der ersten war der Politiker Dr. František Brauner, Vater der Malerin und Graphikerin Zdenka Braunerová, der hier eine alte Mühle adaptierte. Seine Tochter richtete sich unweit ein Atelier ein, in dem sie eine Reihe von Persönlichkeiten der Kultur und des öffentlichen Lebens begrüßte. Nach dem 1. Weltkrieg ließ der bekannte Forscher Joe Hloucha im romantischen Tal in Roztoky zwei Bauten im japanischen Stil erbauen, sog. kleine und große Sakura. In Žalov ist eine uralte Siedlung aus der Jungsteinzeit, wobei jede Kultur ihre Spur hinterließ, die durch zahlreiche archeologische Funde belegt ist.

 

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