| Region MÌLNÍK | ||||
| Benátky nad Jizerou Beroun Èáslav Heømanùv Mìstec Hoøovice Jílové u Prahy Kolín Kosmonosy Kralupy nad Vltavou Kutná Hora Mìlník Mladá Boleslav Nelahozeves Nymburk Praha Prùhonice Pøíbram Rakovník Roztoky Sedlèany Svatá hora u Pøíbrami Vlašim Zruè nad Sázavou |
Nördlich, unweit der Hauptstadt der Tschechischen Republik - Prag, erstreckt sich die Region Mìlník (Melnik). Die Nähe von Prag, günstige Verkehrsbedingungen, eigene energetische Quellen, zahlreiche historische und Kunstdenkmäler und eine wunderschöne Natur schufen die besten Bedingungen dafür, daß das Mìlníker Gebiet zu einem bedeutenden Handels- und Tourismuszentrum wurde. Das Tief land der zwei größten böhmischen Flüsse Elbe und Moldau gehen allmählich ins Hügelland "Polomené hory" über, das zusammen mit dem Kokoøín-Tal den Kern des Naturschutzgebietes bildet. Im Zentrum dieser Region, am Zusammenfluß der Elbe und Moldau befindet sich die Stadt Mìlník, die zum erstenmal in einer Urkunde von Pøemysl Ottokar II. vom Jahre 1274 als Stadt erwähnt ist. Ein hohes Niveau der Bevölkerungskultur ist schon im 9. Jahrhundert nachweisbar. Die Dominante der Stadt ist das Renaissanceschloß und die spätgotische Propstkirche St. Peter und Paul. In den Schloßräumen wurde provisorisch das Regionalmuseum eingerichtet. Dies beeinhaltet eine interessante Ausstellung über den böhmischen Weinbau, von dessen Anfängen bis zur Gegenwart und eine, in Mitteleuropa einmalige Exposition über die Kindenvagenherstellung, in der sich einige Ausstellungsstücke aus den 80-er Jahren des 19. Jh. befinden. Ein Bestandteil des Doms ist das allbekannte Beinhaus. Auf dem Platz dominiert das Rathaus aus dem 14. Jh. und Bürgerhäuser mit Laubengängen. Ein untrennbarer Teil der Stadt Mìlník sind auch die sonnigen Abhänge mit den Weinstöcken, aus denen der ausgezeichnete Mìlniker Wein hergestellt wird. Das Gebiet Mìlnicko kann sich auch zahlreicher, wertvoller, historischer Sehenswürdigkeiten rühmen. Blol3e 6 km von Mìlník entfernt befindet sich das Schloß in Libìchovice, das ursprünglich eine Wasserfestung war. Der Barockteil wurde im Jahre 1730 gebaut. Fresken von J. Navrátil und chinesische Malereien von Q. Mánes verzieren es. In der Schloßparkanlage befinden sich die Statuen aus der Werkstatt von Matthias Braun. Die Gemeinde ßøíství ist mit dem Namen des weltbekannten Musikkomponisten Friedrich Smetana verbunden. Das Museum der tschechischen Musik und das Regionalmuseum in Mìlník richteten hier einen "Saal der Traditionen" ein. In der Gemeincle hielt sich auch der Schriftsteller Svatopluk Èech auf. Die Pestsäule in Ghlumín ist ein hervorra gendes Werk der Bildhauerkunst aus der ersten Hälfte des 18. Jh. Das Renaissanceschloß in Nelahozeves, etwa 25 km von Prag, ist Eigentum der Adelsfamilie Lobkowicz. Hier befindet sich eine der ältesten und reichsten tschechischen und auch mitteleuropäischen Schloßsammlungen, deren spanische PorträtKollektion die drittgrößte der Welt ist. Zu den bedeutendsten Barockobjekten in Böhmen gehört das Schloß Veltrusy, das mit einer ausgedehnten Parkanlage mit kleinen romantischen Bauten und Damwildgehege umgeben ist. Das Naturschutzgebiet Kokoøínsko ist wort wörtlich ein Touristenparadies. Das Gebiet ist mit einem dichten Netz von Schluchten bedeckt. Stellenweise sind die senkrechten Felsenwände 50 bis 100 m tief Zu den bekanntesten gehören das Libìchov ka- und Kokoøín-Tal. An diese schließen zahlreiche und interessante Seitentäler an. Durch die Erosion entstanden Felsenstädte bei Mšeno und Vojtìchov und sehenswerte Formationen z.B. Topfdeckel, Riesenkopf und Frosch, Pharaon, Felsentore u.a. Auch mehrere Höhlen sind interessant. Sandsteinfelsen, tiefe Wälder und Tümpel ergänzen die erhaltengebliebenen prachtvol len Volksbauten aus dem 18. und 19. Jh. Für die Touristen sind auch die Dörfer Dolní Vidim, Nové Osinalice, Dobøeò, Jestøebice und Nosálov ein Magnet. Die Aufmerksamkeit der Besucher von Kokoøín erwecken auch die einmaligen Bildwerke von Wenzel Levý, die er in die Sandsteinfelsen einhaute. Über das ganze Tal ragt die Burg Kokoøín empor, die in der ersten Hälfte des 14. Jh. erbaut wurde. Im 19. Jh. war sie als eine romantische Burgruine bekannt, die oft bedeutende Künstler u nd Schriftsteller besuchten. Die heutige Gestalt bekam die Burg in den Jahren 1911-1918. |
|