| PRÙHONICE | ||||
| Benátky
nad Jizerou Beroun Èáslav Heømanùv Mìstec Hoøovice Jílové u Prahy Kolín Kosmonosy Kralupy nad Vltavou Kutná Hora Mìlník Mladá Boleslav Nelahozeves Nymburk Praha Prùhonice Pøíbram Rakovník Roztoky Sedlèany Svatá hora u Pøíbrami Vlašim Zruè nad Sázavou |
Die Gemeinde Prùhonice liegt am südwestlichen Rand von Prag, nur 15 Minuten Autofahrt vom Wenzelsplatz auf der Autobahn D 1 entfernt. Die Gemeinde zählt 1600 Einwohner. Sechs Hotels verfügen über 500 Betten. Zu Prùhonice gehören auch die Ortschaften Hole und Rozkoš. In diesem reizvollen Bauerndorf spielt heute die Landwirtschaft eine unwesentliche Rolle, jedoch überlebte die Gartenbautradition. Etwa eine Hälfte des Gebiets sind Parkanlagen, Gärten oder Anbauflächen, die Zier- und botanischen Gärten gleichen. Seit den 80-er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist die Gemeinde rnit dem Namen von Graf Emannuel Sylva von Tarouc verbunden. Er war dPr letzte österreichisch-ungarische Minister für Ackerbau, besonders aber ein aufgeklärter Feudalherr, der im Botiè- Bachtal das wunderschöne Parkgelände auf 220 ha Land anlegte. Er ließ auch das Schloß Prùhonice umbauen, wobei er dessen architektonische Lösung der Parkkonzeption völlig unterordnete. Große Park- und Grünflächen und deren einfaches Erreichen von Prag sind eine Voraussetzung sowohl zur raschen Entwicklung der geplanten Gemeinde-Wohnflächen, als auch für die kultivierte kommerzielle Ausnutzung des Gebiets entlang der Autobahn D 1. Im Renaissanceschloß, das Ende des 19. Jh. umgebaut wurde, hat die Botanikabteilung der tschechischen Akademie der Wissenschaften ihren Sitz. Hier ist das größte tschechische Herbarium zu finden. Die Schloßkirche ist ein romanischer Bau aus dem 12. Jh. mit gotischen Wandmalereien aus der ersten Hälf te des 14. Jh. Die heutige Parkgestaltung begann sich im Jahre 1885 zu formen, als der damalige Herrschaftseigentümer E. S. von Tarouc den Einkauf der Grundstücke über 200 ha tätigte und eine große Parkanlage gestaltete. Er nützte sämtliche Elemente der Natur aus u.a. das Botiè-Bachtal und dessen Zuflüsse, Talwiesen, felsige und mäßige Anhöhen. An den letztgenannten ließ er hohe Bäume anpflanzen, um den Eindruck eines tiefen Tals zu steigern. An anderen Stellen ließ er offene, weitreichende und die Raumtiefe betonende Ausblicke. |
|