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PRAG - Perle Europas

   
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Die Hauptstadt der Tschechischen Republik Prag ist als die goldene und hundertürmige Stadt bekannt und die Bürger unseres Landes nennen sie auch "die Mutter aller Städte". Gewißgehört Prag zu den schönsten Städten der Welt. Der reizvolle Strom, die Moldau, unterstreicht diese Schönheit, in dem er sich mit einer silbernen Schleife durch die Stadt schlängelt. In ihm spiegeln sich die städtischen Dominanten: Türme, Kirchkujr peln, Paläste und Häuser, Grünanlagen der Gärten und Inseln wider. Die sich beiderseits am Fluß erstreckenden altertümlichen Stadtteile werden durch Brücken verbunden. Die Krönung aller Brücken ist die majestätische Karlsbrücke, die die Altstadt und Kleinseite verbindet und einen zauberhaften Ausblick auf die Stadt gestattet. Die Lage von Prag auf Anhöhen und im Flußtal führte dazu, daßman es öfter mit Rom verglich. Das Prager Territorium war bereits während der Urzeit besiedelt (etwa 4000 v.Chr.). Mit den Jahren zogen sich die urzeitlichen Siedlungen von den Anhöhen zum Fluß hin und im 8. Jh. n. Ch., als hier bereits Slawen lebten, verschob sich der Schwerpunkt des Wirtschafslebens bis auf die Hradschin- Landzunge, so wie auch auf das Gebiet der späteren Kleinseite. Diese Siedlungen wurden zum Kern des 'historischen Prags. Ende des 9. Jh. erbaute Fürst Boøivoj auf der Hradschin-Landzun ge die erste Kirche, die Marienkirche und kurz danach die Burg, die zum Zentrum des sich bildenden böhmischen Pøemysliden-Staates wurde. Die Schilderung des arabischjüdischen Kaufmanns, Ibrahim ibn Jakob, der 965 durch Europa reiste und auch Prag besuchte, beweist die Wichtigkeit dieses Orts für den Handel. Er spricht von einer etwa hundert Jahre alten Stadt aus Stein und Kalk, die auf grund von Geschäftstätigkeit zur reichsten Stadt wurde. Während der zweiten Hälfte des 10. Jh., wo sich in Böhmen das berühmte Reich der Boleslaus entfaltete, war die Prager Burgstätte durch ein Mauersystem befestigt, das die gesamte Landzunge umgab. Auf dieser Fläche standen bereits die Rotunde St. Veit mit Bischofspalast, der Fürstenpalast, die Klosterkirche St. Georg, sowie eine Reihe von Blockbauten. Nach d J. 1061, z.Z. der Streitigkeiten unter den Pøemysliden trat die andere Prager Burg, Vyšehrad, mehr in den Vordergrund. Sie entstand irgendwann in der Mitte des 10. Jh. und nach dem Jahr 1067 siedelte Vratislav II. auf diesselbe über, der diese ßurg absichtlich als böhmischen Herrschersitz erbauen ließ. Weiterhin ließer die Kirche St. Peter und die Pfarrkapelle St. Martin errichten. Als er 1085 zum König von Böhmen gekröhnt wurde, fand die Krönungsfeier auf der Prager Burg statt. Die Vorrangstellung von Vyšehrad war also nicht von langer Dauer, da bereits Ende der Regie rungszeit von Sohìslav I. ( 1139) wieder die Prager Bug zur Fürstenmetropole wurde. Währerici cler Regierung des zweiten Königs ßölrmens Wladišlaw I. wurde Prag um die steinerne ,Judith-ßrücke, clas ,Johanniten-Klosterareal, die Prämonstratenkirche im Strahov und den Bischofssitz auf der Kleinseite reicher. Zur Altstadt kam die Kleinseite, die gotische Stadt, die Pøemysl Ottokar II. ( 1253-78) am südlichen Fuß der ßurg gründete. Unter seiner Regierung wmrde Prag zur Hauptstadt eines der größten Reiche Europas. Nach dem Ende der Pøemysliden- Dynastie ( 1306) , sowie nach Antritt der Luxernburger, wmrde Prag nicht nur die Hauptstaclt des Böhmischen Königreichs, son dern auch Sitz des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die Stadt gewann auch durch die Gründung vieler Kulturinstitutionen, vor allem durch die erste Universität Mitteleuropas (1348), an Bedeutung. Prag breitete sich aus - es entstand die Neustadt. Die Burg Vyšehrad, als Sitz von Pøemysl Oráè (Pflüger) baute man zu einer gotischen Festung um. Den Höhepunkt der Bautätigkeit von König Karl IV. bildete der Bau der neuen steinernen Karlsbrücke, ein hervorragendes technisches Werk, das unter der Leitung von Peter Parler 1357-1400 errichtet wurde. Reich an Ruhm ist auch der Turm auf der Altstädter Vorbrücke, geschmückt mit Figuralplastik - ein gotisches Meisterwerk - mit Wappen der "Karlsländer" versehen, die außer der Wehrfunktion auch die Repräsentation der königlichen Majestät und Krone übernahm. 1348 gründete Karl IV. entlang der Altstädter Schanzen die Neustadt. Das Vorburgsgebiet wurde dann die Kleinseite genannt. Die Neustadt wirkt malerisch, was durch die optische Lage der Kirchen und bedeutsamen architektonischen Bauten bewirkt wird, die die wirkungsvollen Dominanten darstellen. Die Stadt ist ein Meisterwerk der mittelalterlichen Urbanistik. Die Neustadt Vyšehrad, Hradschin, Kleinseite wurden mit neuen gotischen Schanzen mit einer Reihe von Stadttoren - einem Festungsring - versehen, der der Bevölkerung Sicherheit bot. Als Karl IV. 1378 im Sterben lag, war sein Lebenswerk noch nicht vollendet. Sein Sohn Wenzel IV. erbte zwar nicht seine politischen Fähigkeiten, aber die Kunst stand ihm sehr nahe und so vollendete er den Aufbau des gotischen Prags. Nach dem Tod von Wenzel IV. im Jahr 1419 zeigt sich Prag als eine der schönsten und großartigsten Städte der Welt, das man mit Recht das "Rom des Nordens" nannte. Das leichthügelige Terrain mit den beiden Burgen, hunderte von Türmen und Türmchen über den Silhouetten der Dachgiebel der Bürgerhäuser und die silber dahinströmenden Moldau bieten seit 200 Jahren den gleichen Anmut, der beim Besucher Staunen und Bewunderung hervorruft.

 

Altstädter Ring - Teynkirche

Altstädter Ring - Teynkirche

Vltava, der Karlsbrücke und Hradschin

Vltava, der Karlsbrücke und Hradschin

Der Karlsbrücke

Der Karlsbrücke

Hradschin - Blick von der Karlsbrücke

Hradschin - Blick von der Karlsbrücke

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