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  JÍLOVÉ U PRAHY    
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Eine historische Stadt 20 km südlich von Prag, die in einer malerischen Landschaft längs des Flusses Sázava liegt. Ihre mehr als 650 Jahre alte Geschichte ist mit dem heute schon abgeschlossenen Goldabbau verbunden. Die Stadt entstand als eine Bergbausiedlung etwa in der ersten Hälfte des 13. Jh., aber die erstdatierte Erwähnung stammt erst aus dem Jahr 1331. Den größten Aufschwung verzeichnete die Stadt in der Zeit des Königs Karl IV., der im Jahre 1350 die Stadt Jílové zur Königsstadt erhob, und zwar mit sämtlichen dazugehörigen Rechten und Privilegien. Aus damaliger Zeit stammen auch die ältesten, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude in der Stadt, z.B. das Haus "Mince" (Münze), wo sich heute das Museum befindet und das Rathaus, das ursprünglich seit Ende des 14. Jahrhunderts gotisch war, dann im Jahre 1724 ervveitert und im Barockstil umgebaut wurde. Auch die St. Adalbert-Kirche auf dem Platz wurde um 1350 anstelle der ehemaligen noch älteren Kapelle errichtet. In dieser gibt es einen schönen gotischen Altar, dessen Original in der Nationalgalerie in Prag hintergelegt ist. Das Interieur dieser Kirche wählte der Filmregisseur Miloš Forman als Szene für seinen bekannten Film Amadeus. Das historische Stadtwappen bescheinigte im Jahre 1477 Wladislaw Jagellone, der den Silberlöwen mit zwei Schwänzen mit den Initialien seines Namens und seiner Krone ergänzte. Dieses Wappen benutzt die Stadt bis heute. Im Jahre 1992 wurde Jílové durch das Kulturministerium zur städtischen Denkmalszone ernannt, wodurch man eindeutig die historischen Qualitäten der Stadt bestätigte. Zur Zeit ist das kulturelle Leben der Stadt im Regionalmuseum konzentriert, das sich auf den Goldabbau in Böhmen spezialisiert hat.

 

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