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  Region KARVINÁ    
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Die Region Karviná trat in die Geschichte als eine Slawengesellschaft, die sich Ende des 9. Jh. unter der Regierung des Großmährischen Reiches befand. Nach deren Verfall übernahm die souveräne Macht über dieses Territorium die Dynastie der Pøemysliden. Die Krise des bbhmischen Feudalstaates an der Wende vom 1. zum 2. Jahrtausend und die Konjunktur des polnischen Piastenstaates brachten prinzipielle Machtveränderungen mit sich. Dieses Gebiet beeinflußte während der nächsten zweihundert Jahre die Macht des Fürstenturms Oppeln. Ende des 13. Jh. befreite sich das Gebiet Tìšínsko von dieser Macht. Im Rahmen dieser Ereignisse wurde auch das heutige Gebiet Kaminsko zu einem selbständigen Fürstertum unter der Herrschaft der Tìšíner Piasten. Unterschiedlich verlief die Entwicklung im Gebiet Bohumín, das auch ein Teil dieser Region war. Es ging in die Hände des Fürstentums von Ratiboø über. Anfangs regierten dort die Angehörigen eines Oppelner Piastenzweigs, später dann die Troppauer Pøemysliden. Die Entwicklung war dort in der 2. Hälfte des 13. Jh. mit der Kolonisierung des Benediktinerordens aus Týnec bei Krakau eng verbunden. Im großen Maße erreichte auch der Kolonisierungsstrom der Deutschen aus Sachsen und aus der Ober- u. Niederlausitz dieses Gebiet, welche der Fürst aus Tìšín einberief. Die Kolonisierung beeinflußte die Nationalitätenzusammensetzung der Bevölkerung. In den neu entstandenen Dörfern und Städten lebten neben Tschechen und Polen auch Deutsche. Die mittelalterlichen Städte wurden gemäß deutschem Recht als Verwaltungszentren der Stadt, des Handwerks und Handels gegründet. Neben Tìšín nahmen auch die Städte Fryštát und Bohumín eine bedeutende Position ein. Die Bedingungen zur Entwicklung dieser Region wurden durch ihre strategische und Kommunikationsposition bestimmt, da diese die Handelsbeziehungen zwischen Ungarn und den Nordgebieten Schlesiens und der Ostseeküste über das Gebiet Tìsín ermöglichte. Die allmähliche Industrialisierung des Gebiets Karvinsko veränderte auch dessen wirtschaftliche und soziale Verhältnisse und prägte dernselben Industriecharakter auf. Eine grundsätzliche Umwandlung brachte die Entdeckung der Steinkohle im Jahre 1776 am Berg Èechovice in Karviná mit sich. Die Entwicklung der Kohleförderung steht im engen Zusammenhang mit der Entwicklung der Kokereien, Eisenwerke, Hütten- und Chemieindustrie und mit der Bildung von günstigen Verkehrsbedingungen. Ende des 19. Jh. wurde das Karviner Gebiet zu einem der hochindustrialisierten Gebiete der Monarchie Österreich-Ungarn. Anfang der 20er Jahre dieses Jahrhunderts waren dort 17 Kohlengruben, 4 Kokereien, 5 Eisenwerke und Gießereien und weitere Industriebetriebetätig. Die Steinkohlenförderung bestimmt bis heute den spezifrschen Charakter der Region. Die Mächtigkeit der Kohlenschichten beträgt bis zu 800 m, doch stellenweise auch 200 oder 160 m. Die durchschnittliche Flözmächtigkeit beträgt jedoch mehr als 2 m, Oberflächensenkungen erreichen bis 23 m. Zu den typischen Begleiterscheinungen gehören die Karbongestein-Halden, Sedimentationsbekken und die, an vielen Orten stark belastete Umwelt. Jedoch auch diese eigenartige Landschaft hat ihre Anziehungskraft nicht verloren und man kann ebenfalls in dieser Gegend schöne Wanderungen unternehmen, und zwar in die noch immer romantischen Mährisch-Schlesischen Beskiden. Von großer Bedeutung sind auch die salzigen Mineralwasserquellen, besonders die jod- und bromhaltigen, die zu Heilbehandlungen in Bad Darkov und im zur Rehabilitation dienenden Sanatorium in Karviná genutzt werden. In dieser Region findet man auch große Wasserflächen. Es sind teilweise Teiche und in der Vergangenheit überflutete Gruben, wo ehemals Kies und Schotter gefördert wurde oder durch Bodensenkungen infolge der Förderarbeiten entstandene Seen. Der Teich Skuèák bei Rychvald wurde zum Naturschutzgebiet erklärt, um die einzigartige Natur zu retten. Die größte Wasserfläche ist die Talsperre Tìrlicko mit einer Fläche von 2,7 kmZ und einer Tiefe von 24 m. Diese wurde als ein Akkummulations-, Erholungs- und Nutzstausee am Fluß Stonava gebaut. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören auch kleine volkstümliche Holzkirchen in Albrechtice und Petrovice bei Karviná, kleine Schlösser in Petrovice bei Karviná und in Rychvald. Die Jaškov- Schenke aus dem Jahr 1268 befrndet sich am Ufer der häufig von Urlaubern besuchten Talsperre Tìrlicko und wird für die älteste erhaltene Sehenswürdigkeit in dieser Region gehalten.

 

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