| OPAVA | ||||
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Opava, bekannt auch als ehemaliges "Weißes Troppau", entstand im 12. Jh. aus einer Händleransiedlung an der Furt über die Opavice, an der einstigen Polen und Mähren verbindenden Handelsstraße. Die erste Nachricht über "Opavia" ist mit 1195 datiert. 1215 wurden Opava die Stadtrechte verliehen und 1224 erteilte der böhmische König Pøemysl Ottokar I. der Stadt weitere Privilegien. Zuvor wurde Opava zum Zentrum der Nordprovinz der mährischen Markgrafschaft und in der 2. Hälfte des 13. Jh. zum Herzogtum Opava, das ursprünglich einem Zweig der böhmischen Dynastie der Pøemysliden zuerkannt wurde. Das Herzogtum Opava trennte sich allmählich von Mähren und seit dem 14. Jh. lehnte es sich mehr an Schlesien an. Im Mittelalter kam es zur Populations- und Wirtschaftsentwicklung der eigentlichen Stadt, obwohl sie beim Mongoleneinfall im Jahr 1241 großen Schaden erlitt. An der Entwicklung der Stadtgemeinde beteiligten sich drei ethnische Gruppen - Tschechen,Juden und Deutsche, die dann für mehrere hundert Jahre die zahlenmäßig stärkste Bevdlkerungskomponente darstellten. Um 1400 ließ der Herzog Pøemek in der Stadt eine Fùrstenburg errichten, die dann später ihren Festungscharakter verlor und in ein Schloß umgebaut, architektonisch jedoch unbedeutend, und nach dem Verfall 1891 niedergerissen wurde. Die Hussitenkriege, wie auch der bbhmisch-ungarische Kon flikt in den siebziger Jahren des 15. Jh., der zur Venvüstung einer Reihe südschlesischer Burgen führte, störten den Aufstieg der Stadt unwesentlich. Für Opava war das Jahr 1742 bedeutend, als es zur Trennung von Schlesien kam. Ein markanter Teil des schlesischen Territoriums wurde Bestandteil der antretenden preußischen Monarchie und dem böhmischen (österreichischen) Schlesien fiel nur ein kleiner Bruchteil zu. Opava wurde zur Hauptstadt von Böhmisch Schlesien und so zum Verwaltungssitz der Landesämter und Verwaltungsorgane. Das Böhmische Schlesien war entweder ein selbständiges Land (1742-1782, 1849-1860, 1861-1928) oder es war mit Mähren als Gebiets-Verwaltungseinheit verbunden (1782-1849, 1860-1861, 1928- 1948). Auch in der Zeit der mährisch-schlesischen Verwaltungsintegrität waren in Opava einige Landesinstitutionen angesiedelt. Obwohl Opava im Frühjahr 1945 durch die Kriegsereignisse bedeutend beschädigt wurde, können Besucher viele architektonische Denkmäler besichtigen. Im Stadtkern erweckt der Bau der MarienPropsteikirche aus dem 14. Jh., erbaut im sog. Stil der schlesischen Gotik, Interesse. Aus der gleichen Zeit stammt die achtwinklige "Schwedische Kapelle" in Opava-Kateøinky. Weitere sehenswerte Sakralbauten in Opava sind insbesondere die Dominikanerkirche St. Wenzel, Minoritenkirche - Heiliger Geist und die Pfarrkirche in Opava Jaktaø. Sehenswert sind auch die Fassaden der Bügerhäuser aus der Renaissancezeit, die sich hauptsächlich am Unteren Platz befinden. Sehenswürdigkeiten im Barockstil sind die Kirche St. Adalbert am Unteren Platz und das Exterieur der Paläste in der Masarykstraße. Erwähnenswert ist auch das Ausstellungsgebäude des Schlesischen Museums, in dem man die Exposition des ältesten Museums auf dem Gebiet der Tschechischen Republik sehen kann, gegründet 1814. Interessant ist auch die Besichtigung des Landesmuseums in der Straße Ostrožná ul. oder die Galerie des Kunsthauses in den Räumen des ehemaligen Dominikanerklosters. In der Umgebung bietet sich der Besuch der Schlösser in Rauna, Hradec nad Moravicí oder das Arboretum in Nový Dvùr an. |
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