| KARVINÁ | ||||
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Karviná gehört zu den ältesten Städten in Schlesien. Sie liegt in einer Talaue des Flusses Olše im Vorgebirge der schönen Tìšíner Beskiden. Am Nordostrand grenzt die Stadt an Polen, mit den Grenzübergängen in Ráj und Podlesí. Der älteste schriftliche Beweis über das Stadtgebiet Solc, ist die Urkunde des Fürsten Wladislaw von Oppeln aus dem Jahr 1268. Die Entdeckung der Steinkohle am Berg Èechovice bei Karviná im Jahr 1776 bedeutete einen umstürzenden Eingriff in die Entwicklung sowohl der Stadt als auch der ganzen Region. Am Umbruch des 19./20. Jh. konzen trierten sich in Karviná Bergbau, Kokereien, Stahl-, Hütten- und andere Industriewerke. 1923 erhielt Karviná den Stadtstatus. Das Vorkommen von Salzwasser tertiären Ursprungs, sog. Solen, das schon im 13. Jh. an der Oberfläche entsprang und dessen Heilwirkungen bekannt waren und auch die Entdeckung der Jod-Brom-Q,uelle in Darkov im Jahr 1862 war der Grund für den Bau des Kurorts in Darkov. Bad Darkov und das 1976 neu eröffnete Sanatorium werden gern von inund ausländischen Patienten aufgesucht. Erfolgreich werden hier Kreislauf , Bewegungs- und neurologi sche Störungen und Hauterkrankungen bei Kindern geheilt. Das Rehabilitationssanatorium bietet wirkungsvolle Kuren zur Nachbehandlng von Unfällen und nach Operationen an. Im Laufe der mehr als hundertjährigen Tradition des Badewesens besuchten Bad Darkov viele bedeutende Repräsentanten des öffentlichen und kulturellen Lebens, zu denen Kronprinz Rudolf, der preußische Kaiser Wilhelm II. und einige Künstler gehören, z.B. Dichter Peter Bezruè, Literaturkritiker E. X. Šalda, Maler Wilhelm Držkovic, Schauspielerin Marie Glázrová, Dana Medøická, Schauspieler Oldøich Nový, Karl Höger, Otmar Krejèa u.a. Es besteht eine wesentliche Bindung zwischen der Stadt und der größten Persönlichkeit der neuzeitigen Kunst und Volksmalerei, dem Maler Josef Mánes. Bei seinen Reisen inspirierte ihn Kaviná, und so schuf er 1854 sein bestes Aquarellporträt ,~Johanka Dvoøáková z Karviné", das in der Nationalgalerie als ein Juwel der Kunstsammlung hintergelegt ist. Seit dem Jahr 1992 stehen die kunsthistorischen Denkmäler in Karviná unter Denkmalschutz. Sie befinden sich meistens im historischen Kern von Fryštát und Kurort Darkov. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört auch die Heiligkreuz-Kirche aus dem 14. ,Jh., das Empireschloß aus dem 18. Jh. mit den gotischen Gründungen und die englische Schloßparkanlage aus dem Jahr 1804. Bedeutende Dominanten sind das Empirerathaus mit Renaissanceturm aus dem,Jahr 1571, klassizistische St. Marcus-Kirche aus dem Jahr 1774, der gußeiserne Brunnen aus der Wiener Werkstatt von Georg Wirth aus dem Jahr 1900 u.a. Auch die Architektur des Kurareals Darkov und vor allem der Sezessionsbau des Gesellschaftshauses aus den ,Jahren 1900-1901 im Zentralpark ist sehr interessant. Der historische Marktplatz in Fryštát mit prunkvollen Bürgerhäusern und altertümlichen Gäßchen bildet zusantmen mit den anliegenden historischen Parkflächen eine Reihe romantischer und künstlerisch anziehender Schlupfwinkel. In den Randgebieten der Stadt gibt es ein umfangreiches Netz von Schulen, Einkaufs-, Gesundheits- und Kultureinrichtungen; diese wurden im modernen Architekturstil der 50-er bis 80-er Jahre erbaut. Seit 1850 ist Karviná eine Kreisstadt und seit 1991 Sitz der Fakultät für Handel und Wirtschaft, die zur Schlesischen Universität gehört. Unterkunfts- und Restaurant-Dienstleistungen stellt der Privatsektor sicher, zttm Kulturerlebnis kann die Besichtigung des Manes-Ausstellungsaals, der K-Galerie, Privatgalerie Magal, des städtischen Kulturhauses, Schloßxnuseums und weiterer Kultureinrichtungen werden. Für Erholung und Sport dient die Sport- und Mehrzweckhalle, ein kleiner See mit Bootshäusern, Sporthallen, Stadien, Tennisplätze, Sauna, Fitneßzentren u.a. |
Die gotische Pfarrkirche der Erhöhung des heiligen Kreuzes, das älteste Kulturdenkmal in der Stadt
Historisches Rathaus mit dem Renaissance-Turm aus dem 16.,Jh.
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