| JILEMNICE - Wiege des tschechischen Skilaufs | ||||
| Èeská
Lípa Doksy u Máchova jezera Jablonec nad Nisou Jablonec nad Jizerou Jilemnice Reg. Jablonec n. Nisou Reg. Liberec Semily Tanvald Turnov |
Eine Stadt mit etwa 6 000 Einwohnern, bekannt als Tor ins westliche Riesengebirge, die Anfang des 14. Jh. die Herrscherfamilie Waldstein als Wirtschafts- und Marktzentrum der Herrschaft von Štìpanice, später Jilemnice (Starkenbach) gründete. Die Funktion als Wirtschafts-, Geschäfts- und Kulturzentrum erfüllt das Städtchen bis heute. Von den berühmten Traditionen kann insbesondere an die hiesige Leinenindustrie erinnert werden, die im Umbruch vom 18. zum 19. Jh. ihren Höhepunkt erreichte und bis zum heutigen Tag ist deren Spitzenqualität unübertrof fen. Bekannt und berühmt ist die Skitradition, die im Jahr 1892 ihren Ursprung hat und Jilemnice den Zunamen "Wiege des tschechischen Skilaufs" beifügte. Seit 1894 organisiert der Tschechische SKT-Riesengebirgsverband den Skisport; dieser ist der älteste selbständige Skiverband in Böhmen und Mähren. Jilemnice, als eine rein böhmische Stadt, war jahrelang eine Festung des tschechischen Nationallebens im Riesengebirge, aus der viele bedeutende Persönlichkeiten der Wissenschaft und Kultur hervorgingen. Um nur einige zu nennen: der weltbekannte Geologe František Pošepný, Schriftsteller Jaroslav Havlíèek, Jan Weiss und der Fotograf Zdenko Feyfar. Die Stadt knüpft heute an die tiefen Wurzeln der Touristik an, wozu nicht nur die vorteilhafte Lage und anmutige Natur beiträgen, sondern auch der sehr wertvolle Stadtkern, der aus drei aneinander anknüpfenden Gruppen besteht. Am Marktplatz mit regelmäßiger mittelalterlicher Disposition dominiert das klassizistische Rathaus aus dem Jahr 1789, mit unikater Turmuhr, zwei Barockstatuen von Beginn des 18. Jh. und der Empirebrunnen aus dem Jahr 1836. |
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