| MARIÁNSKÉ LÁZNÌ Schönster Kurort der Welt | ||||
| Františkovy
Láznì Mariánské Láznì Planá u Mariánských Lázní |
"Einen schöneren Kurort gibt es auf der ganzen Welt nicht", erklärte Thomas Alva Edison, als er vor 100 Jahren Marienbad erblickte. Dessen Einzigartigkeit und Ruhm haben gleich mehrere Faktoren beeinflußt. Marienbad ist das südliche Tor zum Naturschutzgebiet Slavkow Wald, dessen günstige geologische Bedingungen die Voraussetzungen für die Entstehung der Mineralheilwässer geschaffen haben. Auf der nicht besonders großen Fläche der Stadt entspringen an die 40 Quellen, in der Umgebung sind es über Hundert. Die Quellen waren wahrscheinlich seit längster Zeit bekannt, jedoch erst vor 200 Jahren begann sich der in Teplá gebürtige Dr. Nehr ernste Gedanken über deren Nutzung zu machen. Unterstützung fand er bei K. K. Reitenberger, dem Abt des Prämonstraten-klosters in Teplä, unter dessen Verwaltung das Gelände des künftigen Kurorts gehörte. Die entwickelten Anstrengungen machten sich 1818 bezahltz, wo Marienbad als öffentlicher Kurort anerkannt wurde. Seit diesem Datum kam es zur stürmi schen Entwicklung, die die wörtlich aus dem Sumpf entstandene Stadt innerhalb von kurzer Zeit zu einem der begehrtesten und schönsten Kurbäder machte. Die Pläne des ältesten Stadtteils - des Kolonnadenraumes und des heutigen GoethePlatzes - sind noch ein Werk Nehrs und Reitenbergers. Auf hervorragende Weise hat sie der Gartenarchitekt V. Skalník vollbracht, dessen Parkanlagen bis heute der Stolz und Schmuck der Stadt sind. Die nächste Entwicklungszeit seit 1865 ist mit der Person des fortschrittli chen Bürgermeisters Dr. Herzig verbunden. Unter seiner Führung hat man in der Stadt viele große Bauten und Einrichtungen erbaut: Kureinrichtungen und Kurhäuser, Rathaus, Krankenhaus, Strassenbeleuchtung, Kanalisation usw. Marienbad bekam schrittweise sein heutiges Gesicht. Es entsteht eine Linie von Neorenaissance-Häusern und Pensionen in der Hauptstraße, damals Königsstraße, in die Parkanlagen werden die Gebäude des Neuen Kurorts, des Gesellschaftshauses und des Zentralkurhauses eingegliedert. Die Stadt erweiterte sich um neue Villenviertel mit Hotels und Cafés, zwischen den beliebten Ausflugszielen dominieren vor allem die Hotels Krakonoš, Monty und Panorama. Die schnelle Entwicklung führte Marienbad um die Jahrundertwende in den Vordergrund der Aufmerksamkeit aller Welt. Es wurde zum Ziel führender Persönlichkeiten der Politik, Kultur und des Handels. Sie kamen zur Kur, zum Urlaub, zu Treffen oder rein aus Prestigegründen. Obwohl die verlaufenden Jahre den Glanz dieser nostalgischen Zeiten verwischt haben, blieb doch etwas erhalten, und zwar das Wichtigste: außerordentlich reiche Naturheilquellen, große Flächen an Parkanlagen. Die zum ersten Mal kommenden, sind hingerissen. Andere, wenn sie die Möglichkeit haben, kommen Jahr zu Jahr wieder. Und so bleibt nur dem Marienbad zu wünschen, daß die Worte Thomas Alva Edisons heute genauso gelten, wie hundert Jahre zuvor. |
Gußeiserne Kolonnade aus dem Jahr 1889 mit singender Fontäne Rudolfsquelle und Kirche der Jungfrau Maria aus den Jahren 1844-48 Friedensplatz Kreuzquelle mit Säulenkolonnade aus dem Jahr 1818 |