| FRANTIŠKOVY LÁZNÌ | ||||
| Františkovy
Láznì Mariánské Láznì Planá u Mariánských Lázní |
Franzensbad gehört zu den drei weltberühmtesten westböhmischen Kurortstädten, die im sog. Kurortdreieck liegen (Franzensbad, Marienbad, Karlsbad). Es befindet sich mitten im Eger Becken umgeben von Parkanlagen und Wäldern mit Gesamtfläche von 200 Hektar. Franzensbad wird auch die "Grüne Perle" des Eger-Gebietes genannt. Auch wenn in kleinerem Maße - es besitzt alles, was zu einem Weltkurort gehört. Franzensbad ist ein ruhiger und stiller Ort mit einer berühmten Bädertradition, wo sich die Gesellschaft zur Erholung und Kur versammelte. Es ist vor allem durch die Heilung von Frauenkrankheiten bekannt. Die ersten Gebäude in der Umgebung von Franzensbad wurden im Jahre 1714 gebaut. Der Kurort wurde nach dem österreichischen Kaiser Franz I. - dem Schwiegemater Napoleons benannt. Dieser Ort war schon früher durch umfangreiche Ausfuhr des Mineralwassers bekannt, das nach ganz Mitteleuropa geliefert wurde. Bis zum Jahr 1852 war Frazensbad ein Teil von Eger. In diesem Jahr wurde es zur selbstständigen Gemeinde erklärt und bekam auch sein Wappen. Später, im Jahre 1865, wurde Franzensbad zur Stadt erhoben und ans Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Eisenbahn öffnete Franzensbad das Tor in die Welt und ermöglichte einer viel breiteren Schicht der Bevölkerung diesen Kurort zu besuchen. Das spiegelte sich danach in der Prosperität und der Modernisierung der Stadt wider. Neben der vorhandenen Kurortobjekte, in denen die Heilprozeduren stattfanden, d. h. dem heute nicht mehr existierenden Bad I und II, wurden schrittweise noch Bad III und IV aufgebaut. Im Jahre 1880 wurde auch das sg. Kaiserbad fertiggestellt, das heute Bad II genannt wird. Das Stadtzentrum besteht aus der Umgebung der Straße Národní tøída, der Franzensquelle und dem Gesellschaftshaus. Der große Saal dieses Objektes, der im Jahre 1877 gebaut wurde, ist der größte Raum im Egerer Kreis. Franzensbad verfügt über 22 Mineralquellen, von denen die sg. Kirchenquelle, mit 160 Liter Wasser pro Minute, die ergiebigste ist. Zu den bekanntesten gehören die GlauberQuellen, die am Ende des Ersten Weltkrieges durch atesische Bohrungen aufgefangen wurden. Die Quelle Glauber IV ist die stärkste ihrer Art. Darüber hinaus ist Franzensbad auch durch sein schwefelund einsenhaltiges Torfmoor berühmt, dessen Becken die Fläche von ungefähr 72 Hektar einnimmt. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte Doz. Dr. Med. Jan Badal eine neue Heilmethode - Benutzung von Gasspritzen - ein und verbreitete damit die Pallete um eine ganze Reihe weiterer Indikationen. Heutzutage werden hier die Herz-, Kreislauf , Frauen- und Bewegungsorgankrankheiten behandelt. Mit der Geschichte von Franzensbad, dessen Naturgegebenheiten und Kulturhistorie, kann man sich im Stadtmuseum vertraut machen, das in vielen Richtungen zugleich ein Informationszentrum ist. Dieses Museum hat eine Zweigstelle in dem staatl. Naturschutzgebiet SOOS, wo sich eine naturwissenschaftliche Reservation, Station für bedrohte Tiere und für die Zucht von Wildvögeln befindet. Das Museum verwaltet auch das neu sanierte und romantisch gelegene Schloß Seeberg in der Ortschaft Ostroh. |
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