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  PÍSEK    
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Písek ist eine Kreisstadt mit 30 000 Einwohnern, die in Südböhmen etwa 100 km von Prag entfernt, in 378 m ü.d.M. situiert ist. Bereits in der Urzeit wusch man den "písek" ("Sand") des Flusses Otava, um Gold zu finden; daher der Name Písek. An Stellen, wo der wichtige Goldweg, auf dem man vor allem Salz nach Böhmen brachte, vom Fluß Otava durchquert wurde, entstand offensichtlich Ende der ersten Hälfte des 13. Jh. die Burg und die Stadt Písek. Zum erstenmal ist sie in einem Dokument von Wenzel I. aus dem Jahr 1243 erwähnt. Der Sohn des Königs Wenzel, Pøemysl Ottokar II., erbaute hier eine massive Burg, die den Flußübergang bewachte, den Goldwäschern Sicherheit bot und die königliche Macht in Südböhmen festigte. In der Stadt wuchs parallel mit der Burg die Dekanatskirche, das Dominikanerkloster und die Steinbrücke, die älteste erhaltene Brücke in Böhmen. Eine bedeutende Aufgabe spielte Písek auch zur Zeit der böhmischen Könige des Herrscherhauses der Luxemburger und in der Hussitenzeit gehörte sie zu den ersten Verteidigern des Kelches. Die wachsende Prosperität der Stadt brachten für längere Zeit das rebellische Auftreten gegenüber dem Haus der Habsburger im Jahr 1547 und von 1619-1620 zum Stillstand. In dem zuletzt genannten Jahr war Písek fast total niedergebrannt und die Bevölkerung größtenteils ermordet. Bald jedoch begann sich die Stadt emporzuringen und den Ruf, als Mittelpunkt des ausgedehnten Gebiets um Prácheò, zu genießen. Im 19. Jh. übersprang Písek seinen mittelalterlichen Schatten, man riß die Stadtmauern, Tore und Türme nieder und baute an der Peripherie neue moderne Häuser. Die ruhige und stille, von der Schwerindustrie nicht belastete Umwelt mit der malerischen Umgebung, ein "Meer von Wäldern" genannt, verursachte, daß Písek schon immer ein Ort war, der ,jederzeit von Sommergästen aufgesucht wurde. Zahlreiche Künstler, Dichter, Schriftsteller, Komponisten und bildende Künstler, die hier Inspiration für ihr Schaffen suchten, wrrchs diese Gegend ans Herz. Mit der Geschichte der Stadt und Region und mit deren Natur können sich Besucher im unlängst rekonstruierten Museum in Prácheò bekannt ma- chen. Die Stadt hat nicht nur reiche historische Traditionen aufzuweisen, sie ruft auch "alt-neues" ins Leben, z.B. die jährlich, am Wochenende nach dem 8. Juni veranstaltet.en Stadtfeierlichkeiten. Zur bekannten Forstschule kamen Privatschulen dazu, die die Anzahl der Mittelschulen auf 12 erhöhteu, so dal3 Písek weiterhin eine Stadt der Studenten bleibt, wo der "Silberne Wind" vom Dichter Fráòa Šrámek ertönt. Die Stadt und ihre Umgebung bietet viele Sport- und Erholungsmöglichkeiten an - Schwimmstadion, Schwimmbad, Tennis- und Fußballareal, Kleinauto-Rennbahn, Winterstadion und Kunststoffpisten für Skifahrer. Im Gestüt veranstaltet man Reitwettkämpfe und -kurse, inkl. der auch im Ausland gut bekannten Pferdeauktionen. Die Berggegend bei Písek ist ideal für Fuß- und Fahrradtouren. Die Besucher der Stadt können in einigen traditionellen Hotels oder in neuen Pensionen und Hotels übernachten. Bei einem Spaziergang durch die Stadt laden viele Restaurants, ob nun klassisch böhmische Wirtshäuser, oder Restaurants, die italienische oder andere Spezialitäten anbieten, ein. In den Sommerrnonaten finden erneut in der grünen Oase - Palacký sad - Promenadenkonzerte statt. Dem Stadtbesucher stehen mehrere Ausstellungssäle und Galerien zur Wahl. Regelmäßig finden im Theater Fráòa Šrámek, im Allerheiligste-Dreieinigkeits-konzertsaal und in den lokalen Kinos Vorstellungen statt. Die Attraktivität von Písek nimmt auch aufgrund der Nähe folgender Sehenswürdigkeiten zu: Stausee Orlík mit dem Schloß Orlík und der Burg Zvíkov, die Stadt Protivín mit der alten Schwarzenberger Bíerbrauerei, das Naturschutzgebiet am Teichsee Øežabnice, das romantische Dorf Albrechtice mit dem außergewöhnlichen "Altarfriedhof" und der mittelalterlichen Festung in Kestøany. Heutzutage kehrt in die einstige Königsstadt am goldtragenden Fluß Otava erneut der berühmte "Genius Loci" - d.h. die Schul- und Kulturtradition, Schönheit der Stadt und das Fluidum des "Waldmeers" zurück.

 

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Brücke über den gold-tragenden Fluß Otava

Brücke über den gold-tragenden Fluß Otava

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