| NÁMĚŠŤ NAD OSLAVOU | ||||
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Stadt in Südmähren mit 5 200 Einwohnern, liegt im Vorland des B6hmisch- Mährischen Hochlands, 40 km westlich von Brünn an den Ufern des unteren Flußbereichs der Oslava. Erste Nachrichten über diese Gemeinde stammen aus dem Jahr 1234, wo man von einer am Furt über die Oslava errichteten Siedlung spricht, die sich unterhalb der in der zweiten Hälfte des 13. Jh. erbauten gotischen Burg befindet. Die Burg baute man von 1565-1578 in ein Renaissanceschloß um, das heute die unübersehbare Dominante in Náměšť ist. Bis zum Jahr 1945 war das Schloß im Besitz des Hauses Haugwitz, dann diente es als Sommersitz für Präsident Eduard Beneš und heute ist hier eine TapisserieKollektion untergebracht, die aus der ersten Hälfte des 16. Jh. bis Mitte 19. Jh. stammt. In der Bibliothek und im Hof des Schlosses finden regelmäßig Konzerte klassischer und Folkloremusik statt, die an Musiktraditionen vom Beginn des 19. Jh. anknüpfen. Ein zweites Barockdenkmal ist die Barockbrücke über die Oslava aus dem Jahr 1737, die mit 20 Heiligenfiguren geschmückt ist und nach der Brücke in Písek und der Karlsbrücke die drittälteste in Tschechien ist. Am Marktplatz steht die Spät-Renaissance-Kirche St. Johannes der Täufer, mit Bildern des holländischen Malers Stolla und Paul Troger, die Stauengruppe der Allerheiligsten Dreifaltigkeit aus dem Jahr 1715 von Antonín Riga und das Barock-pfarrhaus, dessen Fassade mit Säulen von J. Winterhalter verziert ist. Dieser Autor beteiligte sich auch an der Versch6nerung der Kapelle St. Anna mit Statuen, wo weitere Bilder von Paul Troger zu besichtigen sind. Auf dem Friedhof ist die Gruft der Familie Haugwitz (1822-1825), im Interieur die Figuralskulpturen aus Marmor von Josef Klieber. Náměši ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen ins Flußtal der Oslava und Jihlava. Attraktiv ist auch das traditionelle Tramp- und Folklorefestival "Náměšťská placka" und "Folklové prázdniny". |
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