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  HAVLÍČKŮV BROD    
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Havlíčkův Brod gehört zu den ältesten Städten am Fluß Sázava. Das erstemal erwähnt man die ursprüngliche Siedlung Brod an den Silbergruben im Jahr 1234. Nach dem Jahr 1945 benannte man die Stadt auf Havlíčkův Brod um. Mit einer Anzahl von 25 000 Einwohnern ist es das Verwaltungs-, Kultur-, Sport- und Industriezentrum des ausgedehnten böhmisch-mährischen Grenzstriches am Oberfluß der Sázava. Einen geschichtlichen Wert haben die Häuser auf dem Marktplatz im Stil der Gotik und Renaissance. Erhalten blieben auch Reste der aus den Jahren 1307-10 stammenden gotischen Befestigung mit zylindrischen Basteien. Havlíčkovo náměstí (Marktplatz) wurde ursprünglich in der Hälfte des 13. Jh. errichtet. In der Mitte des Marktplatzes steht die Barock-Pestsäule aus dem Jahr 1725 mit Statuen des St. Wenzel, Andreas, dem Stadtpatronen St. Florian und St. Johannes von Nepomuk. Gegenüber ist der Brunnen, "Koudelová kašna" genannt, mit der Tritón-Statue. Im unteren Teil des Marktplatzes befindet sich das alte Rathaus, ursprünglich Spätgotik, dann im Renaissancestil umgebaut. Im Renaissancegiebel befindet sich in einer Nische der sogenannte "Broder Tod", Knochenmann "Hnát", in der rechten Hand eine Glocke und in der linken die Sense haltend, und mit der lateinischen Aufschrift "Qua hora nescis" (Du kennst nicht die Stunde). Die Dekanatskirche Mariahimmelfahrt wurde vom Deutschen Ritterorden in der Hälfte des 13. Jh. erbaut. Im Glockenturm befindet sich eine der ältesten Glocken - Wilhelm - in Böhmen, um 1305 gegossen. Das Augustinerkloster und die Barockkirche aus den Jahren 16961705 wurde restauriert und derzeitig als Konzertsaal mit Barockausstellung genutzt. 1725 baute man an die Nordseite der Klosterkirche das "Gottesgrab" an. An diesem Klosterareal gründete man 1735 eines der ältesten Gymnasien in Böhmen und Mähren. 1717 wurde in der Stadt der Komponist Johann Wenzel Stamic geboren. Er ist der Gründer der Mannheimer Instru mentalschule. An diesem Gymnasium studierte Karel Havlíček Borovský, Journalist und Menschenrechtskämpfer. Er wohnte hier mit seinen Eltern und später mit seiner Familie im Eckhaus (mit Erker) am Marktplatz. Von hier aus wurde er 1851 nach Brixen deportiert. Jetzt befindet sich in diesem Haus das Heimatkundemuseum des Kreises mit einer ständigen Ausstellung über das Leben dieser bedeutenden Persönlichkeit. Am hiesigen Gymnasium studierten auch Friedrich Smetana, Joseph Dobrovský u.a. Im Stadtpark und in einem Eckturm der ehemligen Befestigung ist eine Ausstellung über den hier gebürtigen Ottokar Štáflim mit seinen Werken.

 

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