| CHOTÌBOØ | ||||
| Chotìboø Havlíèkùv Brod Jaromìøice nad Rokytnou Jemnice Ledeè nad Sázavou Námìš nad Oslavou reg. Jihlava reg. Žïárské vrchy Svìtlá nad Sázavou Tøebíè Velké Meziøíèí Žïár nad Sázavou |
Die Stadt Chotìboø liegt im Böhmisch-Mährischen Hochland im Naturschutzgebiet des Eisengebirges und ist von Wäldern, Teichen und einer Talsperre umgeben. Die erste schriftliche Nachricht über Chotìboø stammt aus dem Jahr 1265 und zeugt davon, daß an diesem Ort Silber gefördert wurde. Zur Königsstadt erhob man die Gemeinde 1331, als ihr der böhmische König Johann von Luxemburg grundlegende Stadtrechte zusprach. Weitere Privilegien envarb Chotìboø von Karl IV., Ladislaw Pohrobek und Georg von Podiebrad. Im Januar 1421 besetzten Chotìboø Hussitentruppen unter der Führung des Priesters, Peter Hromadka von Jistebnice, der beabsichtigte, hier ein weiteres Zentrum der Hussitenbewegung in Ostböhmen zu bilden. Dieses verhinderten jedoch der ostböhmische katholische Adel und die Kuttenberg-Deutschen, deren Armeen die Stadt umzingelten und Peter Hromádka zu Verhandlungen zwangen. Die Hussiten ergaben sich aufgrund des Versprechens, ihre Leben zu verschonen. Das traf jedoch nicht ein. Etwa 300 gefangene Hussiten wurden in den örtlichen Scheunen verbrannt, andere fanden den gleichen Tod in Lošice bei Èáslav, und deren Ùberreste brachte man in die Schächte von Kutná Hora. Bis 1499 blieb Chotìboø Königsstadt, dann geriet es in die Hände des mächtigen Adelsgeschlechts Trèka von Leipa. Zu den bedeutendsten Baudenkmälern gehört die Kirche St. Jakob des Älteren und das im englischen Park situierte Barockschloß. Die Kirche, von der Berichte aus dem 11. Jh. vorliegen, wurde nach zahlreichen Bränden 1832 und 1881 wieder aufgebaut. Das neugotische Doppelschiff gebäude mit Kreuzgewölbe, ursprünglich gotisch, baute von 18941895 der Architekt František Schmoranz um. Das Schloß in Chotìboø ließ Graf Wilhelm Leopold Kinský von 1701-1702 erbauen. Während die Gründungen und Keller des Schlosses aus der einstigen Festung aus dem 14. Jh. bestehen, ist der eigentliche vierflügelige Bau mit quadratischem Innenhof und Kreuzgewölbearkaden und teilweise Tonnengewölben auf vier Pfeilern im Stil des Frühbarocks erbaut. Im Schloßgebäude befindet sich das städtische Museum. |
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