| HRADEC KRÁLOVÉ | ||||
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Hradec Králové (Königgrätz) ist das Zentrum von Nordost-Böhmen, es erstreckt sich am Zusammenfluß der Elbe und Adler (Labe u. Orlice), ist eine moderne Stadt, reich an Geschichte. 1225 wurde die ursprüngliche Marktsiedlung zur Konigsstadt, in ihrer Bedeutung bekleidete sie den zweiten Platz in Böhmen. Im 14. Jh. wurde sie zum Heiratsgut der Königin Elsbeth von Rejèka. An deren Aufenthalte in Hradec erinnert der gotische Ziegelsteinbau der Heiligen-Geist- Kathedrale, deren Bau in der 2. Hälfte des 14. Jh. beendet wurde. Dank ihrer Innenausstattung gehört sie zu den wertvollsten Denkmälern der Stadt. In der Hussitenzeit wurden die Einwohner der Stadt zu eifrigen Verfechtern der Hussitenide ale, was ein Grund dafür ist, daß in der Heiligen-Geist-Kathedrale der Feldherr Jan Žižka von Trocnov beerdigt ist. In dieser Zeit verlor jedoch Hradec, dank des Radikalismus der hiesigen Hussiten, viele Kirchen und die Königsburg, die während der Kämpfe vernichtet wurden. Im 16. Jh. war die Stadt nicht nur die Wirkungsstätte von Gelehrten, sondern auch bedeutender Baumeister. Als Erinnerun g blieb der wunderschöne "Weiße Turm" (Bílá vìž) im Renaissancestil, dessen Bau von Meister Burian Vlach 1574 begonnen wurde. Er ist 68 m hoch und hat die zweitgrößte Glocke in Böhmen, Augustin genannt, vom Glockenbauer Andreas Žáèek. Unter dem Dreißigjährigen Krieg litt die Stadt sehr und von den Schäden erholte sie sich erst Ende des 17. Jh. Von großer Bedeutung war die Gründung des Bistums im Jahr 1664. Diese Zeit bereicherte das Bild der Stadt mit bedeutenden Barockdenkmälern, zum Beispiel das Gebäude der Bischofsresidenz. Die Entscheidung, die Stadt in eine militärische Festung umzubauen, brachte viele Änderungen mit sich. 23 Jahre dauerte der Bau der gewaltigen Befestigung, die Hradec in eine Festungsstadt ohne Vorstadt umwandelte. Hradec blieb zwar eine Königsstadt, aber nur aus dem historischen mittelalterlichen Stadtkern bestehend. Das technisch vollkommene Werk erfüllte jedoch niemals die militärische Rolle, zu der es bestimmt war, und wurde 1866 zum Zeugen der Niederlage des österreichischen Militärs. Die Stadt verlor die Bedeutung einer militärischen Festung und der Kaiserhof beschloß deren Liguidierung. In dieser Zeit nutzte die Stadt die Gelegenheit und dank dem Bürgermeister L. J. Pospíšil kaufte man vom militärischen Ärar sämtliche Befestigungsgrundstücke ab. Um die harmonische Entfaltung der Stadt zu gewährleisten, schrieb man einen internationalen Wettbewerb betreffs Anfertigung eines Bebauungsplans aus. Als erste böhmische Stadt regelt Hradec bereits 110 Jahre die architektonische Entfaltung gemäß Bebauungsplan. Vorteil und eine noch heute sehr geschätzte Tatsache für das Stadtbild von Hradec Králové war die Fähigkeit der damaligen Repräsentanten der Stadt, des Bürgermeisters JUDr. Ulrich und J. V. B. Pilnáèek, für die Arbeiten in der Stadt ausgezeichne te Architekten zu gewinnen, wie z.B. den Gründer der modernen tschechischen Architektur Prof. Jan Kotìr. Sein Verdienst ist das wunderschöne sezessionistische Museumsgebäude, das noch heute für eines der schönsten Sezessionsgebäude gehalten wird, und das nicht nur in Hradec Králové, sondern in ganz Böhmen. An der anschließenden Entwicklung der Stadt hat in großem Maße auch der Schüler von Kotìr - Josef Goèár - seinen Verdienst, dessen beachtenswerte urbanistische Konzeption aus den Jahren 1926-28 bis heute Bewunderung hexvorruft. Seine anderen Konzeptionen für Schulen, den Umbau des Masaryk- Platzes, Ambrož-Chors oder für das Kreisamtssgebäude wurden nicht nur für Hradec Králové ein großer Beitrag, sondern für die tschechische Architektur insgesamt. |
Nechanice, eine Stadt dessen Existenz zum erstenmal 1228 erwähnt wird. 1867 wurde Nechanice zur Stadt erhoben, und zwar als Anerkennung für die Haltung der Einwohner im preußisch-österreichischen Krieg im Jahr 1866, dessen Kampfstätte sich hier befand. Auf dem Stadtkataster steht das romantische Schloß Hrádek, das im Stil der englischen Windsor Gotik mit einem umfangreichen Gehege erbaut wurde.
Nový Bydžov, altertümliche Königsstadt, die von König Wenzel II. auf einer grünen Wiese erbaut wurde. Diese Stadt ist eine einzigartige bis heute erhalten gebliebene mittelalterliche urbanistische Anordnung. Dominante des historischen Marktplatzes ist das neugotische Rathaus. Interessant für Touristen ist der Judenfriedhof, der nach dem in Prag und Kolín der drittälteste in Böhmen ist, und wo sich Grabstätten aus dem 16. Jh. befinden.
Chlumec nad Cidlinou, eine altertümliche Stadt, dessen Silhouette das Schloß Karlova koruna (1721 - 1723 vom Prager Bauherrn Franz Maximilian Kaòka nach dem Entwurf von Giovanni Santini für den Grafen Franz Ferdinand Kinský erbaut), die Perle des tschechischen Barocks darstellt. Das Kinský-Geschlecht machte die Stadt durch die Zucht von Falbe-Rassepferden bekannt. Die 'Große Steeplechase Chlum' aus dem Jahr 1846 fand ihre Fortsetzung im Jahr 1874 als schwerster Wettkampf in Europa und vom Jahr 1880 trägt er den Namen 'Große Steeplechase Pardubice'.
Tøebechovice pod Orebem, ein Städtchen, das aufgrund seines Bethlehem-Krippen-Museums weltweit bekannt ist. Unikat und am bekanntesten ist die sog. Krippe 'Proboštùv betlém' mit 400 beweglichen Figuren, die zum Schmuckstück der tschechischen Ausstellung auf der Weltausstellung in Montreal wurde. Das Städtchen wird viel von Touristen aufgesucht, wozu die herrliche Natur der Ungebung insbesondere die des Mäanderflußgebiets der Orlice beiträgt
Smiøice, Kleinstadt, die bedeutende Adelsgeschlechter ihr Eigen nannten. Ihr Namen ist mit der Familie Smiøický verbunden, das Geschlecht Gallas machte sich beim Umbau im Barockstil verdient und die Sternberks ließen am Schloß eine wunderschöne Barockkapelle erbauen, deren Autorshaft heute wechselseitig ausgezeichneten Architekten wie G. Santini und K. Diezenhofer, zugesprochen wird. Die architektonische Vollkommenheit unterstreicht das verzierte Interieur, wo das Werk von Petr Brandl, das Altarbild 'Anbetung der Heiligen Drei Könige' eine einzigartige Stellung einnimmt.
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