| ZNOJMO - Königsstadt mit Vergangenheit und Zukunft | ||||
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Eine uralte Kreuzung der von der Ostsee nach Süden zum Mittelmeer und vom Zentrum des Westens nach Osten führenden Handelswege. Eine Stadt mit schriftlich belegter, tausendjähriger Geschichte, naturgemäß wirtschaftliches, kulturelles und politisches Zentrum der reichen Region Südrnährens - das ist die Königsstadt Znojmo (Znaim). Das Gebiet auf dem sich die Stadt ausbreitet, war bereits in der prähistorischen Zeit besiedelt, was reiche archeologische Funde aus der Altstein-, Jungstein-, und Bronzezeit belegen. Im Kataster des heutigen Znojmo befand sich eine der größten und wichtigsten Festungen des Großmährischen Reichs - Hradištì. Gewaltige Festungsmauern schützten das Gebiet mit der damals außergewöhnlichen Ausdehnung von 20 ha. In der ersten Hälf te des 11. Jh. erbaute man auf der Landzunge am Fluß Dyje eine stark befestigte Burg - Grundlage der Königsstadt Znojmo. Die erste erhaltengebliebene Aufzeichnung über Znojmo ist im Dokument des Fürsten Bøetislaw, in dem der Kastellan der Burg in Znojmo, Tas als Zeuge angeführt wird. Dieses Dokument trägt das Datum vom Jahr 1048 n.Ch. 1134 beendete man den Umbau der frühromanischen Rotunde und der Innenraum wurde mit Fresken verziert, die die älteste böhmische Sage über die Berufung von Pøemysl "Oráè" zum Fürstenthron darstellen. Auf den Wänden sind in mehreren Reihen auch viele weitere, das Geschlecht der Pøemysliden und dessen Verzweigung im Gebiet von Znojmo und Mähren verkörpernde Gestalten abgebildet. Dieses einzigartige kultur-historische Denkmal von weltweiter Bedeutung, erregt mit Recht im Personenkreis von Wissenschaftlern und Laien Aufmerksamkeit und findet in der Tschechischen Republik nicht seines Gleichen. Die Stadt Znojmo nahm, dank ihrer ausgezeichneten Lage, im Mittelalter schnell an Bedeutung zu. Bereits 1226 wurde sie zur Königsstadt erhoben und Pøemysl Ottokar I. und Pøemysl Ottokar II. erteilten ihr eine Reihe von Privilegien, welche diese Entwicklung ermöglichten und der Stadt zum Aufschwung und den hiesigen Bürgern zur Vermehrung ihres Reichtums verhalfen. Aus der mächtigsten Festung im Süden des Reiches der Pøemysliden wurde schrittweise ein bedeutendes Geschäftszentrum, und so wuchs neben der politischen und geistlichen Bedeutsamkeit auch deren wirtschaftlicher Einfluß. Groß ist die Anzahl der Kaiser, Könige, Feldherren und geistigen Giganten, die die Stadt besuchten, eroberten und bewohnten. Von der bereits erwähnten Dynastie der Pøemysliden geht es über die Luxemburger zu den Habsburgern. Napoleon und auch der Preußenkönig Friedrich, Suvorov und Albrecht von Wallenstein hielten sich hier auf. Einige bauten Paläste, andere hiterließen Brandstätten, aber sämtliche Zeitalter überlebten die hiesigen arbeitseifrigen Menschen mit ihrem Unternehmungsgeist. Das Erbe der Jahrhunderte, machte Znojmo zu einem der erhaltesten, in sich geschlossenen Stadtsitzen in Mitteleuropa, der sämtliche Voraussetzungen für die weitere Entfaltung besitzt. Dank des Weitblicks der Ratsherren wurde während der industriellen Revolution Ende des 19. und Beginn des 20. Jh. der unikate Stadtkern nicht ernsthafter beschädigt. Die Industriezone ist am südöstlichen Stadtrand konzentriert, inkl. Platz für die weitere Entfaltung. Die Stadt ist per Auto und Eisenbahn günstig zu erreichen. Ein Vorteil ist auch die Ausnutzung umweltfreundlicher Technologien. Im Land gehören Znojmo und Umgebung zu den Gegenden mit minimalster Umweltbeschädigung. Direkt an der Stadtgrenze beginnt der Nationalpark Podyjí - Thayaland, was die Außergewöhnlichkeit und Attraktivität der Gegend, in der die Stadt liegt, unterstreicht. Hiesiger Wein und Gurken schmücken die Festtafeln in der gesamten zivilisierten Welt. Znojmo ist nicht nur eine Stadt zum Leben, Arbeiten und zur Erholung ihrer Einwohner, sondern gerade dank der einmaligen Lage, Geschichte, der sie umgebenen fruchtbaren und unbeschädigten Natur, gleichzeitig für Touristen eine enorm attraktive Stadt, die Besucher aus dem In- und Ausland anlockt. Nach Bildung der Tschechischen Republik wurde sie zum bedeutungsvollsten Haltepunkt auf der kürzesten Verbindungslinie der Metropolen - Wien und Prag. Der Genius Loci bestimmte dieser Stadt die dynamische Entfaltung . unter Aufrechterhaltung der Eigenheiten voraus, die sie schon einst außergewöhnlich machte. |
Romanische Rotunde St. Katharina vom Ende des 11. Jh.
Stadtmauern aus dem 14.-16. Jh.
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