| IVANÈICE - Geburtsort von Alfons Mucha | ||||
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Aus der ehemaligen Burgstätte des Großmährischen Reichs gründete man im 13. Jh. die Königsstadt Ivanèice. Eine Erinnerung an den berühmten Weinanbau sind drei gol-. dene Trinkpokale im Stadtwappen aus dem 14. Jh., eines der ältesten in Tschechien. Die Bürger der Stadt erhielten viele Privilegien. Vor der Schlacht auf dem Weißen Berg existierte hier eine große Brüdergemeinde und der Sitz des Bischofs der Böhmischen Brüdergemeinde, Jan Blahoslav. Die Böhmische Brüdergemeinde hatte eine ausgezeichnete Druckerei und Schule. Hier begann man die Ùbersetzung der Kralicer Bibel. Im vergangenen Jahrhundert wurde der weltberühmte Spargel auch an den Kaiserhof nach Wien geliefert. Von den Baudenkmälern sind hier am bekanntesten die Mariahimmelfahrtskirche, eine Gruppe wunderschöner Renaissancehäuser, das alte Rathaus und das Gerichtsgebäude. Das Haus der Herrschaft von Leipa dient als Rathaus. Die Marien-Statuengruppe ist Barock aus dem Jahr 1726. Über der Stadt ragt die neugotische Kirche St. Jakob (18521858) empor, wo auch der Kreuzweg dargestellt ist. Am Stadtrand ist ein großer Judenfriedhof mit gotischen und Renaissance-Grabmälern. In Øeznovice, einer integrierten Gemeinde, ist eine romanische Rotunde aus dem 12. Jh. Das Töpferhandwerk hat hier Tradition. Typisch ist die weiße Keramik mit blauem Dekor und auch Kachelund Fayencekeramik. Im Jahr 1860 wurde in Ivanèice der Sezessionsmaler Alfons Mucha geboren. Eine andere hier gebürtige Persönlichkeit ist der Schauspieler Vladimír Menšík. Heute ist die am Zusammenfluß von drei Flüssen liegende Stadt Ivanèice ein Industriezentrum, in dem die Textilindustrie die Vorrangstellung einnimmt. |
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