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  HODONÍN - Geburtsort von T.G.Masaryk    
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Die Bezirksstadt Hodonín, mit mehr als 29 000 Einwohnern, liegt im Weingebiet in der Niedermährischen Talsenke, 60 km südostlich von der südmährischen Metropole Brünn entfernt, direkt an der tschechisch-slowakischen, durch den FIuf3 Morava (March) gebildeten Grenze. Hodonín entstand in der Zeit um 1030 als Bestandteil eines Bc:festigungssystems gegen ungarische Streifzüge. Bis zum 13. Jh. wuchs die Burg mit der Siedlung zusamxnen, so daß eine Stadt entstand. Stadtrechte erhielt Hodonín wahr-scheinlich im Jahre 1228 durch die Urkunde der Königin Konstanze, Gattin von Pøemysl Ottokar I. Unter der letzten Herr- . schaft der Pøemysliden und Luxemburger spielte Hodonín mehrmals eine bedeutende Rolle in diplomatischen Verhandlungen der böhmischen Monarchen. Während der Hussitenkriege im 15. Jh. ging die Stadt in die Hände von Adeligen über, von denen sich der Name der Freiherren von Kunstat in unsere Geschichte positiv eingeschrieben hat. Im 17. Jh. wurde Hodonín mehrmals von &iegsereignissen heimgesucht. Unruhige Zeiten klangen noch in der ersten Hälfte des 18. Jh. nach, da die Stadt vor der Plünderung der preußischen Heere im Jahre 1742 nicht verschont blieb. Nach der Aufhebung der Leibeigenschaft im Jahre 1781 war das Zunftsystem in der Produktion auch weiterhin erstrangig, die Manufakturen entwikkelten sich nur im Bereich der Textilproduktion, und zwar seit 1762 mit Ausnutzung des Schlosses in Hodonín. Im Jahre 1783 wurde die Textilmanufaktur in eine Tabakmanufaktur umgewandelt, die das erste echte Industrieunternehmen war. Diese Fabrik verdrängte allmählich die Schloßobjekte, so daßderen letzten Reste im Jahre 1914 definitiv verschwanden. Einen neuen industriellen Aufschwung brachte die zweite Hälfte des 19. und der Beginn des 20. Jh. mit sich, und zwar im Zusammenhang mit dem Aufbau der Ferdinand-Nordbahn und dem allgemeinen Verkehrsfortschritt. Damals entstanden die Mälzerei, zwei Zuckerfabriken, Ziegelfabrik, Gießerei, Gerberei, Sperrholzplattenund Furnierfabrik, Molkerei, Obstund Fischkonsexvenfabriken. Dreimal wurde in Hodonín eine gemeinsame Wirtschafts- und ethnographische Ausstellung veranstaltet. In Hodonín wurde der erste tschechoslowakische Präsident Tomáš Garrique Masaryk geboren (7. 3. 1850 - 14. 9. 1937), der als Politiker und Professor an der Karlsuniversität wirkte. Seit dem Jahre 1978 ist Hodonín ein Kurort. Die Jodquelle wird zur Behandlung von Störungen der Bewegungsorgane ausgenutzt.

 

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